RWE Hochtief soll verkauft werden

Schon seit langem plant RWE, seine Beteiligung am Baukonzern Hochtief abzustoßen. Jetzt soll der Energieriese die Schweizer Bank UBS beauftragt haben, das Aktienpaket zu verwerten.

Berlin - Der Energiekonzern RWE  hat die Absicht bekräftigt, seine Beteiligung am Baukonzern Hochtief zu verkaufen, den Zeitpunkt dafür aber weiterhin offen gelassen.

"Wir haben gesagt, dass wir den Anteil verkaufen wollen, aber nicht wie oder wann", sagte eine RWE-Sprecherin am Sonntag. "Wir werden es auf die beste Art und Weise und zum besten Zeitpunkt für die Aktionäre tun."

Zuvor hatte das Magazin "Focus" vorab aus seiner neuesten Ausgabe berichtet, ein Verkauf des von RWE gehaltenen Anteils an Deutschlands größtem Baukonzern stehe unmittelbar bevor. Die Schweizer Bank UBS habe von RWE das Mandat erhalten, das Hochtief-Paket zu verwerten, hieß es unter Berufung auf Bankenkreise. Möglich sei die Platzierung an der Börse oder bei institutionellen Investoren ebenso wie ein Verkauf an einen einzigen Interessenten, hieß es weiter.

Hochtief mit gesteigertem Vorsteuergewinn

Die Hochtief-Beteiligung steht bei RWE seit langem auf der Verkaufsliste. RWE hält rund 50 Prozent an dem Baukonzern. Der vom Energiekonzern anvisiere Verkaufspreis je Hochtief-Aktie liegt bei 28 bis 30 Euro. Die Hochtief-Aktie  hatte am Freitag mit einem Minus von 3,17 Prozent bei 22,90 Euro geschlossen.

Hochtief will am kommenden Mittwoch über die Entwicklung im Geschäftsjahr 2003 berichten. Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen seinen Vorsteuergewinn im Vergleich zum Vorjahr gesteigert hat. Sie rechen im Schnitt mit einem Vorsteuerergebnis von 164,1 Millionen Euro, nach 120,9 Millionen Euro 2002.

Bereits am Freitag hatte RWE mitgeteilt, den ihm verbliebenen letzten Anteil von 18,5 Prozent am US-Steinkohleunternehmen Consol Energy für 296 Millionen Dollar im Rahmen einer Privatplatzierung verkauft zu haben.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.