Dienstag, 20. August 2019

Fusionsliste 14 Bier-Deals mischten Markt auf

Die Beteiligung von Holsten an Licher im Jahr 1999 wird gemeinhin als Auftakt der Übernahmewelle auf dem deutschen Markt angesehen. Die Chronologie zeigt auch auf, wie stark der Einfluß ausländischer Konzerne auf die einst ureigens deutsche Branche geworden ist.

Hamburg - Der Bielefelder Oetker-Konzern setzt mit der Übernahme von Brau und Brunnen Börsen-Chart zeigen die Konzentration im deutschen Biermarkt fort. Erst im Januar hatte die dänische Brauereigruppe Carlsberg die Weichen für eine Übernahme der Hamburger Holsten- Brauerei.

Die wichtigsten Übernahmen und Fusionen

August 1999: Holsten beteiligt sich mit 27,2 Prozent an der Licher Privatbrauerei.

Bier genießt einen hohen Stellenwert: Das Oktoberfest auf der Münchner Theresienwiese zieht alljährlich eine große Besucherschar an, die dem blonden Gerstensaft beherzt zuspricht. Auch wenn die Maß Wiesn-Bier wie im vergangenen Jahr rund 6,80 Euro kostet. Irgendwo hat eben auch die sprichwörtliche Sparsamkeit der Deutschen ihre Grenzen
Februar 2000: Holsten schluckt König. Die Brauerei erwirbt 75 Prozent des Gesellschaftskapitals der Duisburger König-Brauerei. Die restlichen 25 Prozent werden ein Jahr später übernommen.

Oktober 2000: Die sauerländische Privatbrauerei Veltins steigt mit 35 Prozent beim fränkischen Weizenbier-Brauer Gebrüder Maisel ein. Beide Unternehmen bleiben selbstständig.

Februar 2001: Der niederländische Heineken-Brauereikonzern Börsen-Chart zeigen und die Bayerische BrauHolding der Münchner Schörghuber-Gruppe gründen das Gemeinschaftsunternehmen Brau Holding International AG. Der niederländische Konzern hält 49,9 Prozent und die BrauHolding 50,1 Prozent an dem Joint Venture.

Juli 2001: Der belgische Brauereikonzern Interbrew Börsen-Chart zeigen übernimmt 80 Prozent der Anteile an der Diebels GmbH & Co KG. Damit verliert die Privatbrauerei aus Issum am Niederrhein nach 123 Jahren ihre Selbstständigkeit.

Januar 2002: Die Bitburger Gruppe übernimmt Minderheitsanteile von 48,97 Prozent an der ostdeutschen Wernesgrüner Brauerei AG und stockt später auf 63 Prozent auf.

Februar 2002: Der belgische Braukonzern Interbrew kauft die Bremer Traditionsbrauerei Beck & Co für rund 1,79 Milliarden Euro.

Juni 2002: Die Bayerische BrauHolding der Schörghuber-Gruppe und der Heineken-Konzern steigen bei der Karlsberg-Brauerei ein. Das Gemeinschaftsunternehmen Brau Holding International AG übernimmt mittels einer Kapitalerhöhung 45 Prozent der Anteile an der saarländischen Brauerei.

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