Mittwoch, 20. November 2019

Fusionsliste 14 Bier-Deals mischten Markt auf

2. Teil: Die Einkaufstour von Interbrew geht weiter

Die Einkaufstour von Interbrew geht weiter

Dezember 2002: Der belgische Bierriese Interbrew übernimmt für 491 Millionen Euro die Mehrheit der Gilde-Gruppe (Hasseröder/Gilde) in Hannover.

Juli 2003: Der Dortmunder Getränkekonzern Brau und Brunnen kauft die Tucher Bräu aus Nürnberg mit Marken wie Tucher, Patrizier und Hasenbräu. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart.

September 2003: Die Einkaufstour von Interbrew geht weiter: Der belgische Brauerei-Konzern sichert sich die Bieraktivitäten von Spaten mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Millionen Euro. Interbrew würde damit zum größten Brauer Deutschlands aufsteigen.

Dezember 2003: Die zum Oetker-Konzern gehörende Frankfurter Brauereigruppe Radeberger steigt bei der Stuttgarter Hofbräu ein. Für einen 50-Prozent-Anteil an der Brauerei zahlt Radeberger 60 Millionen Euro. Zu der einstigen Binding-Gruppe gehören Marken wie Berliner Kindl oder Clausthaler Alkoholfrei. Auch die Marke Henninger gehört mittlerweile zu der Gruppe.

Januar 2004: Die dänische Brauereigruppe Carlsberg stellt die Weichen für eine Übernahme der Hamburger Holsten-Brauerei. Der Wert der Übernahme wird auf 437 Millionen Euro beziffert. Die Holsten- Marken Licher und König sollen an die Bitburger Getränkegruppe gehen, die dafür nach eigenen Angaben 469 Millionen Euro an Carlsberg zahlt. Carlsberg ist bereits seit Jahren auch über die Hannen-Bräu in Mönchengladbach auf dem deutschen Markt präsent.

Februar 2004: Der Bielefelder Oetker-Konzern schluckt Brau und Brunnen (Jever, Tucher, Berliner Pilsner, Sion Kölsch, Schlösser). Die Großaktionärin des Dortmunder Getränkeherstellers, die HypoVereinsbank, verkauft ihren Anteil in Höhe von 61,73 Prozent für 220 Millionen Euro an Oetker. Oetker ist mit der Radeberger Gruppe (Radeberger, Clausthaler, Schöfferhofer Weizen, Henninger Radler) bisher Nummer 3 auf dem deutschen Biermarkt. Radeberger Gruppe und Brau und Brunnen sollen nebeneinander unter dem Oetker-Konzerndach agieren.

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