Dresdner Bank Interessenten für Osteuropa

Die Allianz-Tochter kommt bei der Bereinigung ihres Portfolios voran. Die italienische Banca Intesa plant die Übernahme der Dresdner-Aktivitäten in Tschechien, Polen, Ungarn und Kroatien.

Frankfurt/Mailand - Die Banca Intesa bestätigt ihr Interesse an dem Osteuropa-Geschäft der Dresdner Bank. Bislang sei aber kein Angebot vorgelegt worden, teilte die Bank am Freitag in Mailand mit.

Zur Konzentration auf ihr Kerngeschäft will die Dresdner Bank ihre Osteuropa-Töchter verkaufen. Als möglichen Kaufpreis werden am Finanzplatz Frankfurt rund 100 Millionen Euro genannt.

Die zum Allianz-Konzern  gehörende Bank führe Gespräche mit mehreren Anbietern, verlautete am Freitag aus Finanzkreisen in Frankfurt. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" hat neben der Banca Intesa und auch die österreichische Bank für Arbeit und Wirtschaft (Bawag) Interesse. Die Dresdner Bank wollte dazu keine Stellung nehmen. "Wir kommentieren Marktspekulationen nicht", hieß es.

Der Verkauf würde der Vorgabe des Allianz-Konzerns entsprechen, sich im Ausland auf aussichtsreiche Geschäftsfelder zu konzentrieren. Die Dresdner ist in der Region nur als kleinerer Anbieter in Tschechien, Polen, Ungarn und Kroatien vertreten.

Sie beschäftigt dort nach eigenen Angaben rund 330 Mitarbeiter und erzielte 2002 eine Bilanzsumme von einer Milliarde Euro. Damit ist das Osteuropa-Geschäft nur ein verschwindend kleiner Zweig der Gesamtbank, die im gleichen Jahr eine Bilanzsumme von 413 Milliarden erzielte.