Commerzbank Gespräche bestätigt

Nach ihrer Fitnesskur durch milliardenschwere Wertberichtigungen erwägt die Commerzbank jetzt sogar wieder einen Zukauf. Die Frankfurter haben dabei nach eigenem Bekunden ein Auge auf die Hofer SchmidtBank geworfen.

Frankfurt/Nürnberg - Die Commerzbank  bestätigte am Donnerstag Gespräche mit der Hofer SchmidtBank über eine mögliche Kooperation. Zu Details wollten sich die Institute nicht äußern.

Die SchmidtBank, die 2001 durch eine Auffanggesellschaft vor dem Zusammenbruch bewahrt worden war, erklärte, die Verhandlungen hätten noch zu keinen konkreten Ergebnissen geführt und würden noch einige Zeit andauern. In Bankenkreise war zu hören, dass auch eine Übernahme der SchmidtBank durch die Commerzbank sinnvoll sein könnte.

Die SchmidtBank war 2001 nach einem Milliardenverlust ins Straucheln gekommen. Sie konnte nur durch eine Auffanggesellschaft der deutschen Großbanken gerettet werden, an der sich auch die Commerzbank beteiligte. Die SchmidtBank verfügt nach eigenen Angaben derzeit über 70 Filialen und beschäftigt rund 1300 Mitarbeiter. Das Filialnetz reicht von Regensburg bis Chemnitz.

2006 wieder schwarze Zahlen

Im Jahr 2001 hatte das Hofer Institut rund 1,3 Milliarden Euro Verluste angehäuft. Die Zahlen für das vergangene Jahr stehen nach Angaben einer Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AP noch nicht fest. Früheren Angaben zufolge erwartet die Bank ein Minus von rund 70 Millionen Euro. 2006 will das Institut wieder schwarze Zahlen schreiben.

Die Commerzbank hatte im vergangenen Jahr in einem in der Branche einmalige Schritt den Wert von Tochterfirmen und Beteiligungen um 2,3 Milliarden Euro gesenkt und sich so von stillen Lasten befreit. Vorstandschef Klaus-Peter Müller hatte damals erklärt, damit gewinne die Bank ihre Handlungsfähigkeit zurück, verbessere ihre Ertragkraft und sei in der Lage zu Zukäufen. Größere Übernahmen seien aber nicht geplant.

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