Dienstag, 17. September 2019

Lufthansa Cut beim Catering

Gegessen wird immer, aber nicht über den Wolken. Weil die für das Catering zuständige Lufthansasparte LSG Verluste erwirtschaftet, soll der Bereich jetzt verkleinert werden.

Frankfurt - Die Deutsche Lufthansa will sich in den USA von einer Tochter ihrer zuletzt verlustreichen Catering- und Food-Services-Sparte LSG trennen. Die US-Tochter Chef Solutions wird nach Aussagen einer LSG-Sprecherin 2004 wohl verkauft werden.

Von den Sarmaßnahmen nicht betroffen: Lufthansa Business-Class
"Man kann sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass wir es verkaufen, hoch ist," sagte die Sprecherin. "Auf alle Fälle dieses Jahr," fügte sie hinzu. Gespräche würden derzeit aber noch nicht geführt.

Die US-Tochter Chef Solutions liefere Essen unter anderem für Restaurantketten und gehöre nicht zum Kerngeschäft des Lufthansa-Catering. Chef Solutions hat 2.600 Beschäftigte und machte zuletzt der Sprecherin zufolge einen Jahresumsatz von 450 Millionen Euro. Zu den Erträgen einzelner Töchter gebe es keine Angaben, sagte sie. Zu dem möglichen Preis wollte sie sich nicht äußern.

LSG Sky Chefs gehörte zuletzt neben der Touristik-Beteiligung Thomas Cook zu den Verlustbringern bei Lufthansa und hatte die Bilanz in den ersten neun Monaten 2003 mit einem operativen Minus von 152 Millionen Euro belastet.

Die gesamte Catering-Branche in der Luftfahrt hatte nach den Anschlägen vom 11. September 2001 schwere Einbußen, weil Airlines den Service an Bord reduzierten oder wie bei den Billigfluggesellschaften ganz auf kostenlose Essen während des Fluges verzichteten.

Die Lufthansa -Aktie Börsen-Chart zeigen ging am Freitag in einem freundlichen Gesamtmarkt mit einem Minus von 1,45 Prozent bei 14,99 Euro aus dem Handel.

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