Eurocopter Hubschrauber auf Höhenflug

Erneut kann der schwäbische Hubschrauberhersteller mit guten Zahlen brillieren. Beim Gewinn vor Steuern fuhr Eurocopter ein Plus von 20 Prozent ein. Einzige Sorge: Die Dollarschwäche.

Paris/München - Der weltgrößte Hubschrauberhersteller Eurocopter rechnet in diesem Jahr mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnschub. Beim Umsatz peilt die Tochter von EADS  nach Unternehmensangaben vom Mittwoch in München ein Wachstum von 10 Prozent an.

Beim Gewinn vor Steuern und Zinsen wird ein Plus von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Mit einem Umsatzanstieg um 4 Prozent auf 2,61 Milliarden Euro sei das eigene Ziel 2003 übertroffen worden, obwohl die Dollarschwäche Dutzende Millionen Euro Umsatz gekostet habe, sagte Firmenchef Fabrice Brégier in Paris.

Eurocopter habe im vergangenen Jahr nach Stückzahlen 45 Prozent und wertmäßig 25 Prozent aller Aufträge in den für Wettbewerb offenen Märkten gewonnen und damit die führende Weltmarktposition verteidigt. In diesem Jahr soll die Lieferung der ersten 18 Kampfhubschrauber "Tiger" an Deutschland, Frankreich, Spanien und Australien beginnen.

Eurocopter erhielt 2003 Aufträge für 293 neue und 49 gebrauchte Hubschrauber. Vom Auftragseingang in Höhe von 2,56 Milliarden Euro entfielen 1,4 Milliarden (55 Prozent) auf Serienhubschrauber und 0,97 Milliarden auf den Kundendienst. Erneut kam wertmäßig die Hälfte der Aufträge aus dem militärischen Bereich. Der Exportanteil beim Bestelleingang übertraf mit 76 Prozent deutlich den Anteil des Exports bei den Auslieferungen mit 57 Prozent.

Im schwierigen US-Markt verbuchte das deutsch-französische Unternehmen 48 Prozent der zivilen Aufträge für sich. Ein Montagewerk in Columbus (Mississippi) soll in diesem Jahr die Fertigung aufnehmen. Große Chancen sieht Eurocopter mittelfristig in China, wo in Harbin der EC120 montiert werden soll, sowie für die beiden Militärprogramme NH-90 (Transporter) und Tiger.