USA Morgan Chase übernimmt Bank One

Die Konsolidierung geht weiter - die Nummer zwei bei den US-Banken, J.P. Morgan Chase, schluckt für 60 Milliarden Dollar die bisherige Nummer sechs Bank One.

New York - Beide Unternehmen bestätigten ihre Fusionspläne am Mittwoch, nachdem das "Wall Street Journal" von der Transaktion berichtet hatte, deren Wert rund 60 Milliarden Dollar (47 Milliarden Euro) betrage.

Wie J.P. Morgan  nach Börsenschluss mitteilte, sollen bei dem Geschäft 1,32 J.P.-Morgan-Aktien gegen je eine Bank-One-Aktie  getauscht werden. Damit würden Bank-One-Aktien mit jeweils 51,77 Dollar bewertet. Die kombinierte Bank solle den Namen J.P. Morgan Chase tragen und ihren Konzernsitz in New York haben. Chef der neuen Großbank soll dem "Wall Street Journal" zufolge nach zwei Jahren der jetzige Bank-One-Chef Jamie Dimon werden.

Mit der Mammuttransaktion beschleunigt sich die Konsolidierung unter den US-Banken weiter. Die amerikanischen Großbanken, die in den vergangenen Jahren bei der Suche nach Unternehmenskunden zahlreiche Zweigstellen geschlossen hatten, sind jetzt wieder auf der Suche nach regulären Kleinkunden und starken Zweigstellennetzen. Sie bauen deshalb auch auf eigene Faust Niederlassungen in großem Stil auf.

Die Bank One hat ihren Sitz in Chicago. Sie hat nach einem Bericht in der Onlineausgabe der "New York Times" vom Mittwoch 1800 Zweigstellen in 14 Bundesstaaten im Mittleren Westen und im Süden der USA. Die Bank One ist auch einer der größten Kreditkartenherausgeber der Welt.

J.P. Morgan Chase war im Jahr 2001 durch den Zusammenschluss der beiden New Yorker Großbanken Chase Manhattan und der J.P. Morgan entstanden. Die J.P. Morgan Chase hatte sich zunächst auf das Investmentbank-Geschäft konzentriert. Sie wird jetzt mit dem Kauf der Bank One auch zu einem in den ganzen USA aktiven Kreditinstitut.