MG Technologies Tief im Westen

Der Mischkonzern MG Technologies stärkt seine Tochter GEA und macht damit die ehemalige Firma des MG-Großaktionärs Otto Happel zum Kernstück der früheren Metallgesellschaft. Zieht jetzt auch die Konzernführung an den GEA-Standort Bochum um?

Frankfurt/Bochum - GEA werde rückwirkend zum 1. Januar die Goedhart Holdings mit Sitz in den Niederlanden übernehmen, teilte MG Technologies  am Mittwoch in Frankfurt mit.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Goedhart (Umsatz 2002: 28,6 Millionen Euro) fertigt und vertreibt Luftkühler, Wärmetauscherbündel und Kondensatoren für die industrielle Kältetechnik. Der Erwerb muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Gleichzeitig verkaufte GEA eine französische Tochter, die als Randaktivität eingestuft wurde. GEA - von MG-Aufsichtsrat und Großaktionär Otto Happel 1999 an MG Technologies verkauft - soll künftig zum Nukleus der "neuen" MG Technologies sein.

Goedhart sei die erste GEA-Akquisition nach der Bekanntgabe der neuen Konzernstrategie, hieß es. MG Technologies will sich auf den Spezialmaschinen- und Anlagenbau konzentrieren und seine Chemiesparte Dynamit Nobel verkaufen. Künftig wird GEA mit seinen 14.500 Mitarbeitern rund 80 Prozent der Wertschöpfung des MG-Konzerns ausmachen.

Auf Nachfrage von manager-magazin.de wollte ein MG-Sprecher im Markt befindliche Gerüchte über eine baldige Verlagerung des Firmensitzes von Frankfurt nach Bochum in Folge des Konzernumbaus nicht bestätigen. Diese Entscheidung stehe noch nicht auf der Agenda. Er schloss aber nicht aus, dass nach dem angestrebten Verkauf von Dynamit Noble solche Überlegungen in den Fokus rücken könnten.