Henkel Eine Viertelmilliarde für Trendfrisuren

Der Konsumgüterhersteller Henkel übernimmt das kalifornische Kosmetikunternehmen Advanced Research Laboratories. Durch den Kauf soll die Haarkosmetiksparte des Unternehmens gestärkt werden.

Düsseldorf -Henkel teilte am Montag weiter mit, Advanced Research Laboratories (ARL) sei mit innovativen Produkten in der Haarkosmetik tätig und biete trendorientierte und ethnische Haarstyling- und Haarpflegeprodukte an. Im Geschäftsjahr 2003 erwarte das Unternehmen einen Umsatz von ungefähr 133 Millionen US-Dollar und einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 25 Millionen Dollar.

Die Transaktion wird weiteren Angaben von Henkel zufolge vor und nach Geschäftswertabschreibungen zu einer sofortigen Gewinnsteigerung beim Düsseldorfer Konzern führen. Die Akquisition werde durch vorhandene liquide Mittel finanziert. Angaben zum Kaufpreis machte Henkel nicht. Einem Zeitungsbericht zufolge soll der Konzern für ARL rund 250 Millionen Dollar zahlen.

Henkel will das US-Unternehmen mit der bestehenden, kalifornischen Henkel-Tochter Schwarzkopf & Dep vereinen, wie es weiter hieß. Der Vorstandsvorsitzende und Mitbegründer von ARL, Thomas Parr, werde diese Einheit leiten, kündigte Henkel an. Der Erwerb stehe jedoch noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Kartellbehörden. Die Beendigung der Transaktion werde für Anfang 2004 erwartet.

Die Analysten der Landesbank Rheinland-Pfalz bewerten die Akquisition des kalifornischen Haarpflegeunternehmens als positiv für Henkel. Damit könne Schwarzkopf seine schwache Haarkosmetiksparte in Nordamerika entscheidend verbessern, heißt es. Die Gewinnentwicklung von ARL sei erfreulich.

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