Deutsche Telekom Die Matrix

Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke verordnet die Rückkehr zu klassischen Zentralfunktionen. Die verschiedenen T-Sparten sollen nach Informationen von manager magazin künftig stärker zusammenarbeiten.
Von Anne Preissner

Hamburg - Das Konzept von Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke, mit vier eigenständigen T-Säulen im Markt zu punkten, wird überdacht. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag (19. Dezember) erscheint.

Die Unternehmensbereiche T-Com (Festnetz), T-Mobile (Mobilfunk), T-Systems (IT-Lösungen) und T-Online  (Internet) rangeln teils um die gleichen Kunden oder verwenden konkurrierende technische Lösungen. Jetzt will Ricke den Spartenegoismus eindämmen und divisionsübergreifende Querschnittsfunktionen einführen - eine klassische Matrixorganisation also.

Laut seiner "Agenda 2004" will der Vorstandschef sechs Bereiche zentralisieren. Ricke selbst wird nach Informationen von manager magazin voraussichtlich die Felder Innovation und Qualität übernehmen. Finanzchef Karl-Gerhard Eick soll vor allem für einen effizienten Einkauf sorgen, und Personalvorstand Heinz Klinkhammer muss den Personalabbau der Telekom  abwickeln.

Für den Ausbau und die Vermarktung von Breitbandnetzen sollen T-Com-Vorstand Josef Brauner und T-Online-Chef Thomas Holtrop verantwortlich zeichnen. Ebenfalls zwei Vorstände sollen die spartenübergreifende Betreuung von Geschäftskunden übernehmen: Brauner und Konrad Reiss.