Deutsche Bank "Die Höhe ist offen"

Angeblich fordert Leo Kirch sechs Milliarden Euro Schadenersatz von der Deutschen Bank. Die Frankfurter verlangen trotz des Urteils von vergangener Woche mehr Beweise vom ehemaligen Medienmogul.

Frankfurt - Die Deutsche Bank  weist eine angeblich vom Medienunternehmer Leo Kirch ermittelte Schadenersatzforderung über sechs Milliarden Euro zurück. Die Höhe eines Schadenersatzes sei weiterhin offen, erklärt die Bank in einer Stellungnahme.

Das Oberlandesgericht München habe in seinem Urteil lediglich festgestellt, dass durch das Interview des ehemaligen Deutsche-Bank-Vorstandsvorsitzenden Rolf-E. Breuer ein Schaden nicht ausgeschlossen werden könne. Über die Kausalität und die Höhe eines Schadens sei noch keine Entscheidung gefallen. Kirch müsse dies in einem weiteren Verfahren im Einzelnen darlegen und beweisen.

Das Oberlandesgericht München hatte in der vergangenen Woche die Schadenersatzklage Leo Kirchs gegen die Deutsche Bank für grundsätzlich berechtigt erklärt. Breuer habe in einem Fernsehinterview mit Äußerungen über die Kirch-Gruppe seine Verschwiegenheitspflichten als Vorstandsvorsitzender der Bank verletzt. Einem Bericht des Nachrichtenmagazin "Focus" zufolge fordert Kirch jetzt bis zu sechs Milliarden Euro Schadenersatz von der Deutschen Bank.

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