MG Technologies Das Latex ist vom Tisch

Der im MDax gelistete Konzern mausert sich immer mehr zum reinen Anlagenbauer. Die Trennung von der Chemie-Sparte schreitet voran. Nun ist eine Chemie-Handelstochter verkauft worden.

Frankfurt - Der Chemie- und Anlagenbaukonzern MG Technologies hat sich von seiner Chemie-Handelstochter Safic-Alcan getrennt. Das Unternehmen sei rückwirkend zum 1. Januar 2003 an die französische Holding Daniel Lebard Management Development (DLMD) und Alpha-Associés verkauft worden, teilte MG Technologies am Freitag mit. Über den Verkaufspreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Kartellbehörden müssten noch zustimmen.

Die in Paris ansässige Safic-Alcan gehört zu der MG-Chemiehandels-Tochter solvadis. Ursprünglich sollte solvadis im Ganzen verkauft werden. Safic-Alcan erwirtschaftete in 2001/2002 einen Umsatz von 971 Millionen Euro. Das Unternehmen ist auf den Vertrieb von Naturprodukten wie Kautschuk, tropische Öle und Latex spezialisiert. Ende September 2003 hatte Safic-Alcan 334 Mitarbeiter.

Noch nicht entschieden ist, welcher Investor bei der zur Verkauf stehenden Chemietochter Dynamit Nobel zum Zug kommt. Nach Informationen von Branchenexperten bieten unter anderem Investorengruppen um Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) und der britischen Permira mit. Ebenso ist BASF  interessiert - allerdings nur an Teilen. "Wir haben ein Angebot abgegeben", sagte ein BASF-Sprecher unter Bezugnahme auf ein Interview des BASF-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Hambrecht mit der "WirtschaftsWoche".

Mit den erzielten Erlösen will MG Technologies-Chef Stark zum einen die Entschuldung des Konzerns vorantreiben, zum anderen soll die Sparte Anlagenbau ausgebaut werden. Für Zukäufe sieht Stark dabei einen "Spielraum" von rund einer Milliarde Euro.