Zulassungsstatistik Weiß-blau gewinnt

Jedes zehnte Auto, das in den USA in diesem Jahr bisher verkauft wurde, stammt von einem deutschen Hersteller. Während hier eine Höchstmarke gefallen ist, entwickelt sich der westeuropäische Markt rückläufig. General Motors verliert mehr als zehn Prozent, DaimlerChrysler 4,3 Prozent. Deutlicher Gewinner: BMW.

Brüssel - Die Zahl der Neuzulassungen von Personenwagen in Westeuropa ist im November um 1,1 Prozent auf 1,046 Millionen Fahrzeuge gesunken. Das teilte der europäische Herstellerverband ACEA am Donnerstag in Brüssel mit. In den ersten elf Monaten fielen die Neuzulassungen den Angaben zufolge damit insgesamt um 1,3 Prozent auf 13,239 Millionen Autos.

In den USA haben die deutschen Autohersteller jedoch aufgetrumpft und ihren Marktanteil im November auf den Rekordstand von 12,7 Prozent gesteigert. In Westeuropa mussten Autos made in Germany dagegen Verluste hinnehmen, während Anbieter aus Fernost ihren Absatz erheblich ausbauen konnten.

Die deutschen Produzenten fielen in Westeuropa im bisherigen Jahresverlauf auf Grund von Modellwechseln um drei Prozent hinter das Vorjahresergebnis zurück. Absatzprobleme in Westeuropa hatten auch die französischen und italienischen Produzenten (minus 2 beziehungsweise 10 Prozent). Koreanische und japanische Marken konnten ihren Verkauf im gleichen Zeitraum um 19 beziehungsweise 9 Prozent ausbauten.

Westeuropa-Zulassungen bei einer Million im November

Insgesamt wurden im November in Westeuropa rund 1,05 Millionen Personenwagen neu zugelassen (minus 1 Prozent).

Unter den Hauptmärkten konnten Deutschland (plus 1 Prozent) und Spanien (plus 13 Prozent) das Absatzergebnis steigern, während die Zahl der Neuanmeldungen in Frankreich (minus 9 Prozent), Italien (minus 5 Prozent) und Großbritannien (minus 2 Prozent) hinter dem Vorjahresvolumen zurückblieben.

Von den deutschen Herstellern glänzte in Westeuropa nur BMW  (plus 12,5 Prozent im Vorjahresvergleich).

Die Minuszeichen dominierten bei DaimlerChrysler  (minus 4,3 Prozent), Volkswagen  (minus 0,8 Prozent), und der Ford  -Gruppe (minus 4,7 Prozent) und der General Motors  -Gruppe (minus 10,6 Prozent).

Deutsche Marken auf dem US-Markt immer beliebter

Deutsche Marken auf dem US-Markt immer beliebter

In den USA wurden in den ersten elf Monaten insgesamt 7,03 Millionen so genannte Passenger Cars neu registriert; das sind 6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In diesem rückläufigen Markt gelang es den deutschen Herstellern laut Verband Deutscher Automobilhersteller, das Vorjahresergebnis nahezu zu halten: BMW, Mercedes, Porsche , Audi  und VW verkauften mit 739.000 Wagen nur knapp 1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ihr Marktanteil stieg damit um 0,6 Prozentpunkte auf die Höchstmarke von 10,5 Prozent in den ersten elf Monaten.

Der Marktrückgang ging zu Lasten der so genannten Big Three - GM, Ford und Chrysler -, deren jeweiliger Marktanteil auf 47,0Prozent (2002: 48,4 Prozent) zurückfiel. Die japanischen Hersteller dagegen bauten ihren Anteil auf 42,5Prozent (2002: 41,7 Prozent) aus.

Plus in Asien beträgt 24 Prozent

Auch in Asien verbuchten die deutschen Marken beachtliche Erfolge.

Dank der deutlich gestiegenen Exporte in diese Region (plus 28 Prozent auf 242.400 Personenkraftwagen) sowie der kräftigen Erhöhung der Produktion vor Ort (plus 53 Prozent auf 466.300 Fahrzeuge) wurden bis einschließlich September 2003 in Asien 611.500 deutsche Personenkraftwagen verkauft, das entsprach einem Anstieg gegenüber 2002 um 24 Prozent, wie der VDA weiter berichtete. Der deutsche Marktanteil am gesamten Absatz in Asien stieg in diesem Zeitraum auf 11,0 Prozent.

Der Verband ACEA wertete den moderaten Rückgang in Westeuropa im November dennoch als Zeichen der Stabilisierung. Das Minus wäre bei Berücksichtigung der im Jahresvergleich höheren Zahl freier Tage in diesem November deutlich geringer ausgefallen. In neun der 15 EU-Länder, zu denen auch die größten Automärkte Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien gehören, seien Zuwächse verzeichnet worden.