Subway-Sandwiches 17 neue Restaurants pro Monat

Mit belegten Brötchen will die Fastfood-Kette Subway Marktführer McDonald's vom Thron stoßen. Dabei profitiert der Sandwich-Produzent vom wachsenden Kalorienbewusstsein der Kundschaft.

München - Im deutschen Fastfood-Markt wird es eng. Neben Burger King, Pizza Hut, Kentucky Fried Chicken, Nordsee und Branchenprimus McDonald's will jetzt auch die Sandwich-Kette Subway in der Bundesrepublik im großen Stil expandieren.

Durch Bescheidenheit glänzen die Verantwortlichen in der Münchener Zentrale dabei nicht. Subway hat sich nicht weniger vorgenommen als McDonald's die Marktführerschaft abzunehmen.

In den nächsten sieben Jahren soll die Zahl der Filialen in Deutschland auf 1500 Dependancen steigen, teilte die Franchise-Kette am Dienstag bei der Eröffnung der erst 63. Filiale im oberbayerischen Kolbermoor mit. Das entspricht einer durchschnittlichen Neugründungsrate von 17 Restaurants pro Monat. McDonald's hat hier zu Lande derzeit gut 1200 Geschäfte.

"Wir wollen die Nummer eins sein"

In Deutschland ist Subway erst seit 1999 auf dem Markt, daher besteht noch Nachholbedarf. "Wir wollen in jedem wichtigen Markt die Nummer eins sein", sagte Subway-Manager Christian Türcke der Nachrichtenagentur DPA. Bis Ende 2004 solle die Zahl der Filialen in Deutschland auf 150 bis 160 steigen.

Der hiesige Markt gilt bei Fastfood-Herstellern als attraktives Umfeld. Über vier Milliarden Euro haben die Deutschen im vergangenen Jahr für Burger und Fritten ausgegeben. Während die traditionelle Gastronomie schwächelt, legten die Schnellimbissketten bei den Erlösen um 1,7 Prozent zu.

Erfolgreich mit viel Grün

Subway kann bei seiner Filialoffensive vom wachsenden Gesundheitsbewusstsein der Kundschaft profitieren. Der Kunde hat die Wahl zwischen fünf verschiedenen Brotsorten und einer Vielzahl an Fleisch-, Gemüse- und Salatzutaten.

Auch Marktführer McDonald's und dessen härtester Konkurrent hat auf diesen Trend unlängst reagiert und das fetthaltige Burger-Sortiment durch allerlei Salate und Geflügel ergänzt. Zudem versuchen sich die Branchengrößen durch neue Restaurants und neue Kampagnen den Anstrich von Lifestyle-Restaurants zu geben.

Probleme mit der Bekanntheit

Subways ärgstes Problem bei der Attacke auf die Frittengiganten dürfte der niedrige Bekanntheitsgrad sein. Franchisenehmer müssen dem Konzern daher 3,5 Prozent der Nettoeinnahmen als Marketinggebühr übertragen.

Die heute zweitgrößte Fastfood-Kette der Welt wurde 1965 von dem damals 17 Jahre alten Fred DeLuca in Connecticut gegründet. 1974 führte Subway das Franchise-System ein. Derzeit kostet eine Lizenz 10.000 Dollar. Nach Angabe des Unternehmens gibt es weltweit über 20.000 Subway-Restaurants in 73 Ländern. McDonald's unterhält weltweit 30.000 Filialen in 119 Ländern.

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