Chrysler Die 250-Millionen-Dollar Offensive

Die taumelnde US-Tochter von DaimlerChrysler plant den Befreiungsschlag. Chrysler-Chef Dieter Zetsche will mit 25 neuen Modellen in den kommenden drei Jahren Marktanteile erobern.

Detroit - Der angeschlagene US-Autobauer Chrysler will 2004 mit einem zusätzlichen Marketingbudget von 250 Millionen Dollar seine Modelloffensive starten. Dann sollen neun neue Modelle zu den Kunden kommen, sagte Chrysler-Chef Dieter Zetsche laut einem Bericht der "Detroit News".

Diese Modelle wie das neue Flaggschiff Chrysler 300 oder der Dodge Magnum sollen im kommenden Jahr bereits 35 Prozent des Absatzes der DaimlerChrysler-Tochter erzielen. 2005 erwartet Zetsche bereits 60 Prozent aller Verkäufe durch die neuen Fahrzeuge der Marken Chrysler, Dodge und Jeep.

Zetsche betonte weiter, dass die Autos zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen angeboten würden. Der Chrysler 300 soll beispielsweise ab 25.000 Dollar kosten - so viel wie seine schärfsten Konkurrenten von Toyota und Honda.

Dennoch halte er an seiner Strategie fest, Chrysler nach und nach in eine Premium-Position zu bringen und damit dann auch Premium-Preise erzielen zu können, sagte Zetsche. Mit seiner Modelloffensive will Chrysler in drei Jahren insgesamt 25 neue Automodelle präsentieren. Wegen sinkender Verkäufe und der hohen Rabatte auf dem US-Automarkt muss Chrysler um sein Ziel fürchten, in diesem Jahr noch einen kleinen Gewinn zu erzielen.

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