EnBW Streichkonzert

Der neue EnBW-Chef Utz Claassen macht Ernst. Der vor einigen Wochen vage angekündigte Stellenabbau beim Energieversorger nimmt jetzt konkrete Formen an. 3700 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden.

Stuttgart - Nach Angaben des Betriebsrates der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW)  sollen 3700 der 13.000 Arbeitsplätze im Kernbereich Energie gestrichen werden. Das habe die Konzernleitung dem Betriebsrat mitgeteilt, sagte Peter Neubrand, Sprecher des Arbeitskreises der EnBW-Betriebsräte, der "Stuttgarter Zeitung" (Dienstagsausgabe).

Durch den Abbau von knapp einem Drittel der Stellen sieht Neubrand die Wettbewerbsfähigkeit der EnBW gefährdet. Der geplante Abbau sei ohne betriebsbedingte Kündigungen gar nicht erreichbar.

Das Unternehmen hat nach den Angaben bisher keine konkreten Zahlen zum Arbeitsplatzabbau verlauten lassen. Bekannt gegeben hat der Konzern bisher nur den Umfang der angestrebten Einsparungen. Bis 2006 sollen die Kosten um eine Milliarde Euro gesenkt werden. Davon sollen 350 Millionen Euro im Personalbereich eingespart werden.

Der Stromversorger war im im ersten Halbjahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust beim Ergebnis vor Steuern in den ersten sechs Monaten belief sich auf 927,3 Millionen Euro (Vorjahr: plus 82,4 Millionen Euro).

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