Deutsche Bank Immobilien-Deal rückt näher

Das Kreditinstitut will offenbar Immobilien in großem Umfang verkaufen. Der Wert des Pakets - 50 Büros und Filialen in Europa - soll eine Milliarde Euro betragen. Als neuer Eigentümer steht eine Beteiligungsgesellschaft bereit.

Frankfurt - Die Deutsche Bank  will offenbar ein größeres Immobilienpaket verkaufen. Immobilien für rund eine Milliarde Euro sollen an die Beteiligungsgesellschaft Blackstone veräußert werden, berichtet die "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe).

Diese interessiere sich für rund 50 Büros und Filialen der Deutschen Bank in ganz Europa. Ein Drittel der zum Verkauf stehenden Objekte will die Bank den Angaben zufolge nach dem Verkauf langfristig zurückmieten, während der Rest kurzfristig geleast werde.

Zur Konzentration auf das Kerngeschäft will die Deutsche Bank außerdem Teile seiner Informationstechnologie auslagern. Wie das Blatt berichtet, sind die Mitarbeiter bereits darüber informiert worden, dass in fünf Bereichen der Anwendungselektronik die Vorbereitungen zur Auslagerung an Dienstleister liefen. In Deutschland werde diese Auslagerung die Streichung von 640 Stellen in der Softwareentwicklung zur Folge haben.

Womöglich wird das Outsourcing noch größere Ausmaße annehmen. Ende Juli hatte die Tageszeitung "Die Welt" vermeldet, dass der Primus unter Deutschlands Bank erwägt, bis zu 5500 Arbeitsplätze an externe Dienstleister abzugeben oder in Niedriglohnländer zu verlagern.

Zittern müssen demnach vor allem IT-Spezialisten: Bis Ende 2005 seien wahrscheinlich rund die Hälfte der 10.800 Arbeitsplätze im Bereich Global Technology and Operations (GTO) betroffen. Hinzu kämen die Arbeitsplätze von rund 2000 externen Mitarbeitern, die von der Neuorganisation betroffen seien.

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