Mannesmann-Prozess Sextett vor Gericht

Die Staatsanwälte haben sich durchgesetzt: In der Causa Mannesmann ist die Anklage gegen den Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Josef Ackermann, zugelassen worden. Außerdem müssen fünf weitere Beschuldigte vor den Kadi.

Frankfurt/Main - Das Landgericht Düsseldorf hat die Anklagen wegen Untreue gegen alle sechs Beschuldigten im Fall Mannesmann zugelassen.

Neben dem Vorstandssprecher der Deutschen Bank , Josef Ackermann, müssen sich auch der frühere Mannesmann-Chef Klaus Esser sowie der frühere IG-Metall-Chef Klaus Zwickel, der ehemalige Mannesmann-Personalchef Dietmar Droste, Betriebsrat Jürgen Ladberg und Aufsichtsratschef Joachim Funk vor Gericht verantworten.

Ackermann sowie die fünf weiteren Beschuldigten waren Ende Februar von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf wegen Untreue oder Beihilfe zur Untreue angeklagt worden. Ihnen wird im Zusammenhang mit der Mannesmann-Übernahme durch den britischen Mobilfunkkonzern Vodafone  Anfang 2000 vorgeworfen, übermäßig hohe Millionen-Abfindungen erhalten oder genehmigt zu haben.

Ackermann hatte zuletzt mit Blick auf den bevorstehenden Strafprozess seine Haltung bekräftigt. Alle Rechtsgutachten belegten, dass er sich als damaliger Mannesmann-Aufsichtsrat nichts vorzuwerfen habe, hatte Ackermann am Rande einer Bankenkonferenz gesagt.

Auf die Frage, ob er im Falle einer Verurteilung zurücktrete, sagte Ackermann erneut, der Aufsichtsrat habe ihn gebeten, seine Verantwortung für die Deutsche Bank auch dann fortzuführen. Bereits früher hatte Ackermann betont, eine mögliche Verhandlung im Amt durchstehen zu wollen.

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