Standort Deutschland "Ein großes Volk darf nicht in Askese verfallen"

Ängstlichkeit wirft der Chef des italienischen Modehauses Kiton, Ciro Paone, den Deutschen vor. Die Bürger der "mächtigsten Nation Europas" könnten sich sehr wohl Annehmlichkeiten wie Restaurantbesuche und schöne Kleidung leisten - stattdessen werde unnötig gegeizt.

Hamburg - "Die Deutschen gehen nicht mehr ins Restaurant, machen keine Ferien und kaufen auch keine Kleider mehr." Dies beklagt in einem Interview in der jüngsten Ausgabe des manager magazins (Erscheinungstermin: 19. September 2003) der italienische Unternehmer Ciro Paone, Inhaber des renommierten Modehauses Kiton.

Als Grund nennt Paone - partiell auch von der Kaufunlust betroffen - nicht etwa den Italien-Boykott des Bundeskanzlers vom vergangenen Sommer, sondern die um sich greifende "Angst der Deutschen". Die hätten "vergessen, dass sie - abgesehen von Russland - die mächtigste Nation in Europa sind". Enttäuscht über den weithin spürbaren Konsumverzicht, appelliert Paone an das nationale Bewusstsein: "Ein großes Volk darf nicht in Askese verfallen."

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