Tui Jeden Tag etwas Neues

Konzernchef Michael Frenzel erteilt Gerüchten, wonach er angeblich die Tui-Anteile von der WestLB übernehmen wolle, eine klare Absage. Erst kürzlich hatten die Geschwister Günter und Daniela Herz Übernahmespekulationen zurückgewiesen. Die heiße Luft in der Gerüchteküche treibt dennoch den Kurs.

Hamburg - Der Sprecher des Reisekonzerns Tui, Kay Baden, wies im Gespräch mit manager-magazin.de Gerüchte zurück, wonach Konzernchef Michael Frenzel ein Management-Buy-out plane.

"Es gibt derzeit jeden Tag ein neues Gerücht um Tui, und an diesem ist definitiv nichts dran", sagte Baden. Es gebe auch keine Pläne, sich vom Logistikbereich Hapag Lloyd zu trennen. Konzernchef Michael Frenzel, der derzeit gemeinsam mit Management und Aufsichtsrat auf Mallorca weilt, hege keinerlei Pläne dieser Art.

Nach einem Bericht der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe) habe Frenzel ein Management-Buy-out angeblich schon vor Monaten in Angriff genommen und plane, etwas weniger als 30 Prozent der Tui-Anteile von der WestLB zu erwerben.

Fondsgesellschaft DWS verkauft Tui-Aktien

Als mögliche Partner sind der "Börsen-Zeitung" zufolge Private-Equity-Gesellschaften wie Permira, Apax oder Cinven im Gespräch. "Mit uns wurden keine Gespräche geführt", sagten einige der möglichen Finanzpartner gegenüber manager-magazin.de.

Ungeachtet des Dementis legte die Aktie von Tui  am Dienstagvormittag um mehr als zwei Prozent zu. Die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank , DWS, hat unterdessen ihre Beteiligung an dem Reisekonzern Tui leicht gesenkt.

Der Anteil der Fondstochter sei unter die Fünf-Prozent-Marke gefallen und liege nun bei 4,82 Prozent, teilte Tui am Dienstag in einer Finanzanzeige mit. Die Stimmrechte werden der Deutschen Bank zugerechnet. Laut früheren Angaben hielt DWS 5,02 Prozent des niedersächsischen Konzerns.

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