Aldi vs. Lidl Lippenbekenntnisse

Bevor sich die beiden Erzrivalen in die Schlacht um die Gunst der Kunden bei Nagellack und Wimperntusche stürzen, kartet Aldi in Sachen Dauertiefpreise nach und wirft Lidl indirekt Täuschung der Kunden vor.

Frankfurt - Im Kampf der beiden großen deutschen Discounter waren die Rollen bisher eindeutig verteilt. Lidl (2305 Filialen) gab den frechen Herausforderer und Aldi (3791 Filialen) mimte den souveränen Branchenprimus.

Damit ist jetzt Schluss: In der aktuellen Anzeigenkampagne spricht Aldi-Süd Klartext. "Wenn wir die Preise senken, können Sie sicher sein, dass dies auch so bleibt", spielen die Mülheimer ganz unverblümt auf die durch eine Studie der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg aufgedeckten Tricks bei Lidl in Bezug auf Dauertiefpreise an. Sicherheit heiße nämlich, sich auf etwas verlassen zu können, so Aldi weiter.

Wer nun wirklich der größere Preisbrecher ist, können Aldi und Lidl bald schon auf einem neuen Feld erproben. Wie die "Lebensmittel Zeitung" am Freitag berichtet, planen nämlich beide Discounter den Einstieg in das Geschäft mit so genannter dekorativer Kosmetik, also Lippenstiften, Nagellacken und Wimperntuschen. Lidl hat bis jetzt nur Mascara im Angebot, Aldi testet den Make-up-Verkauf in dieser Woche schon mal in einer Sonderaktion.

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