Zulassungszahlen "Leichte Belebungstendenzen"

Noch vier Wochen bis zum automobilen Großereignis IAA - die Erwartungen der Branche sind gewaltig. Für Juli meldet der Automobilverband ein Zulassungsplus von zwei Prozent.

Frankfurt - Einen Monat vor der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt (11. bis 21. September) vermeldet der Verband der Automobilindustrie (VDA) "leichte Belebungstendenzen".

Sowohl Produktion als auch Absatz würden gegenüber dem Vorjahresmonat überwiegend positive Vorzeichen aufweisen, teilte der VDA am Montag mit. Bei den Pkw-Neuzulassungen wurde sogar das höchste Juli-Ergebnis der vergangenen vier Jahre erzielt. Von einer durchgreifenden Belebung könne derzeit jedoch noch nicht gesprochen werden.

Die Neuzulassungen im Juli übertrafen mit schätzungsweise 288.000 Einheiten das Absatzergebnis des Vorjahres um zwei Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf liegen die Neuzulassungen nur noch 0,5 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresvolumen. Die ausländischen Anbieter erreichten - ohne die importierten deutschen Konzernmarken - einen Marktanteil von knapp 30 Prozent. Damit konnten sie einen Teil ihrer früheren Marktanteilsverluste wieder ausgleichen. Im Juli schnitten die deutschen Konzernmarken allerdings bereits wieder besser ab als die Importeure.

Diesel bei fast 40 Prozent Marktanteil

Im Vorfeld der diesjährigen IAA, auf der die deutschen Hersteller 73 Neuheiten - darunter sehr wichtige neue Volumenmodelle - vorstellen, fällt die Inlandsnachfrage erwartungsgemäß etwas schwächer aus. Im Juli unterschritten die Auftragseingänge aus dem Inland das entsprechende Vorjahresvolumen um fünf Prozent. Die Nachfrage aus dem Ausland fiel dagegen leicht höher aus (plus ein Prozent). In den ersten sieben Monaten dieses Jahres kam es bei den Bestellungen aus dem Inland zu einem Rückgang um drei Prozent, bei denen aus dem Ausland um zwei Prozent.

Die deutschen Käufer bevorzugen weiterhin Fahrzeuge mit Dieselmotor, deren Zulassungen im ersten Halbjahr um gut drei Prozent zunahmen, während bei den Pkw mit Ottomotor ein Absatzrückgang um fast vier Prozent hinzunehmen war. Der Dieselanteil erhöhte sich damit auf 38,7 Prozent.

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