BMW / Mercedes Keine Lust auf Edelkarossen

Die Premiumhersteller BMW und Mercedes-Benz müssen deutliche Absatzeinbußen hinnehmen. In München halten die Autobauer trotzdem an den Rekordzielen fest.

München/Stuttgart - Trotz Verkaufsrekorden in den USA kämpfen die deutschen Autobauer BMW  und DaimlerChrysler  mit einer internationalen Absatzflaute.

In München peilt man dennoch nach den schwachen Halbjahreszahlen bei der Marke BMW für 2003 weiterhin Rekordwerte an und setzt dabei auch auf die neue 5er-Reihe. "Nicht nur die BMW Group, sondern auch die Marken BMW und Mini werden zum Jahresende über Vorjahr liegen und damit neue Rekordwerte erreichen", teilte das Unternehmen am Montag mit.

Im ersten Halbjahr erzielte der Autobauer ein leichtes Absatzplus von 0,2 Prozent auf 544.850 ausgelieferte Fahrzeuge. Wie schon im ersten Quartal wurde der Zuwachs allerdings ausschließlich von der Marke Mini getragen, die mit 89.880 verkauften Autos um 44 Prozent zulegen konnte. Dagegen blieb die Marke BMW vor allem wegen der Modell-Umstellung beim 5er mit 454.970 ausgelieferten Autos um 5,5 Prozent hinter dem Vorjahreszeitraum zurück.

Minus acht Prozent bei Mercedes

DaimlerChrysler verbuchte bei der Marke Mercedes-Benz in den ersten sechs Monaten bei weltweit rückläufigen Verkaufszahlen vor allem in Deutschland ein kräftiges Absatzminus. So wurden im Juni 99.600 (Vorjahr: 108.000) Fahrzeuge der in der Mercedes Car Group zusammengefassten Marken Mercedes-Benz und Smart abgesetzt.

Verantwortlich für den achtprozentigen Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat sei unter anderem ein hoher Basiseffekt durch die erfolgreiche Einführung der E-Klasse-Limousine sowie die unterschiedliche Zahl der Arbeits- und Ferientage, begründete der Automobilhersteller am Montag die Zahlen. So seien im Vorjahr die Pfingstferien in den Mai gefallen, außerdem habe es im Berichtsmonat einen Arbeitstag weniger gegeben.

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