BMW Flirt mit dem Ausland

Der 3er rollt ab Dienstag wieder vom Band. Das Ende des Streiks beflügelt den Sektor. Bei BMW geht der Blick dennoch gen USA und Asien: Es sei vorstellbar, die Produktion dort hochzufahren.

München - Beim Autobauer BMW haben am Montag die ersten vom Produktions-Stopp betroffenen Beschäftigten wieder die Arbeit aufgenommen. Die Produktion der 3er-Reihe werde am Dienstag wieder gestartet, sagte ein BMW-Sprecher. Zur Vorbereitung und in der Komponenten-Fertigung konnten aber bereits am Montag einige Beschäftigte an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.

Wegen des Streiks beim Getriebezulieferer ZF Brandenburg war bei BMW die Produktion der 3er-Reihe in München und Regensburg unterbrochen. Die Nachricht vom Ende des Streiks beflügelte die Aktie von BMW  ebenso wie die die Autowerte Volkswagen und DaimlerChrysler. Hinzu kam eine freundliche Studie von Merrill Lynch für den Automobilsektor.

Blick nach Asien und in die USA

Angesichts der schlechten europäischen Wirtschaftsdaten will BMW außerdem sein Wachstum in den USA und Asien vorantreiben. "Den Märkten hier gehört nicht die Zukunft", sagte BMW-Vertriebsvorstand Michael Ganal im Gespräch mit der "Financial Times Deutschland". Dies gelte vor allem für teure Limousinen wie den 7er BMW, der in Deutschland wegen seines eigenwilligen Designs viel Kritik geerntet hat. In Übersee verkaufe sich der 7er sehr gut, sagte Ganal.

Angesichts der Wachstumshoffnungen und zur Ausnutzung von Währungsvorteilen könne sich der Autohersteller vorstellen, die Produktionsstandorte in den USA und Asien auszubauen. Ganal versicherte, dies habe nichts mit dem jüngsten Streik beim ostdeutschen Zulieferer ZF zu tun.

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