Deutsche Bahn Drastischer Stellenabbau

Hartmut Mehdorn zieht offenbar die Notbremse. Laut Medienberichten soll der Chef der Deutschen Bahn den Abbau von über 40.000 Stellen planen. Gewerkschafter sprechen von Realitätsverlust.

Düsseldorf - Die Deutsche Bahn kommt nicht zur Ruhe. Wie das "Handelsblatt" berichtet, hat Vorstandschef Hartmut Mehdorn auf einer Bahnkonferenz in London jetzt einen drastischen Stellenabbau angekündigt. Laut des Berichts könnte die Beschäftigtenzahl von aktuell 210.000 Mitarbeitern auf unter 170.000 Stellen reduziert werden.

Der weitere Abbau werde wesentlich die Verwaltung der Bahn treffen, schreibt die Zeitung in ihrer Freitagausgabe. Einen Zeitplan dafür gebe es nicht. Die Zahl sei jedoch Bestandteil interner Planungen und dem Bahnvorstand bekannt. Ein Sprecher der Eisenbahnergewerkschaft Transnet nannte die von Mehdorn genannte Größenordnung "völlig überzogen und realitätsfremd". Aus der internen Mittelfristplanung bis 2007 sei ein Abbau von 37.000 Stellen bekannt gewesen.

Noch auf der Bilanzpressekonferenz Mitte Mai hatte Mehdorn mehrfach betont, Personalabbau sei für die Bahn kein Unternehmensziel. In den vergangenen zehn Jahren hat die Bahn ihre Belegschaft bereits von rund 380.000 um 44 Prozent reduziert.

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