Volkswagen Transporter für die Volksrepublik

Der Wolfsburger Autobauer weitet sein Engagement in Fernost aus. Volkswagen will in China offenbar in das Nutzfahrzeuggeschäft einsteigen.

Hamburg - "Wir werden in China den T4 bauen", sagte VW-Chefrepräsentant Zhang Suixin der "Financial Times Deutschland". Der Transportwagen werde gemeinsam mit dem lokalen Partner FAW gefertigt.

Volkswagen selbst wollte nicht so konkret werden. "Wir sind noch in der Überprüfungsphase", sagte der Sprecher in Wolfsburg.

Im Gegensatz zum Pkw-Segment ist der Nutzfahrzeugsektor in der Volksrepublik weniger hart umkämpft. Bisher treten lediglich Toyota, Ford, Iveco, Hyundai und Mitsubishi als Konkurrenten mit lokaler Produktion auf. Auch Daimler-Chrysler prüft den Bau von Transportern in China.

Offen ist hingegen noch die Standortfrage. Während Volkswagen  auch den Kauf einer neuen Fabrik im chinesische Norden in Betracht zieht, will Kooperationspartner FAW den T4 am Joint-Venture-Standort in Changchun produzieren.

Markt mit zunehmender Bedeutung

China wird für Volkswagen zunehmend der wichtigste Absatzmarkt. Bereits im März kündigten die Wolfsburger an, dort in den nächsten fünf Jahren drei Milliarden Euro zu investieren. Produktion und Absatz sollen weiter gesteigert werden.

Im laufenden Jahr will Volkswagen 600.000 Autos in China verkaufen. Diese Zahl soll bis zum Jahr 2007 auf eine Million steigen. Weiterhin will Volkswagen seine in China gefertigten Fahrzeuge auch in die übrigen asiatischen Länder importieren. Finanzierungs- und Leasingangebote sollen folgen.

Volkswagen ist mit einem Marktanteil von 40 Prozent der größte Automobilhersteller in China. Im Jahr 2001 betrug der Anteil noch 50 Prozent. Den Rückgang führte das Unternehmen auf den Eintritt Chinas in die Welthandelsorganisation WTO zurück, der Konkurrenten zum Markteintritt in China bewogen habe.