Deutsche Bank Staatsanwalt weitet Ermittlungen gegen Breuer aus

Hat Rolf-E. Breuer auf einer Hauptversammlung die Unwahrheit gesagt? Der Staatsanwalt prüft, ob der damalige Vorstandschef eine Information zum Kirch-Debakel bewusst zurückhielt.

Hamburg - Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat ihre Ermittlungen gegen den Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Rolf-E. Breuer, breiter angelegt, als bislang bekannt. Das berichtet der SPIEGEL vorab.

Das Nachrichtenmagazin berichtet, dass die Staatsanwaltschaft nicht nur der Frage nachgeht, ob Breuer den Medienunternehmer Leo Kirch durch kreditschädigende Äußerungen in die Pleite getrieben hat.

Es werde auch geprüft, ob Breuer auf der Hauptversammlung der Bank am 22. Mai 2002 die Unwahrheit gesagt und damit gegen Paragraf 400 des Aktiengesetzes verstoßen hat.

Auf der Hauptversammlung hatte der Deutsch-Banker auf die Frage eines Aktionärs geantwortet, ihm liege keine Schadensersatzklage von Kirch vor. Eine solche Klage war von Kirch jedoch am 7. Mai beim Landgericht München eingereicht und dem Niederlassungsleiter der Deutschen Bank München direkt zugestellt worden.

Bereits am 13. Mai sei die Klage bei der Rechtsabteilung der Bank eingegangen. An den Vorwürfen sei nichts dran, sagt dagegen die Deutsche Bank. Vom Gericht sei ihr die Klage erst im Juni zugestellt worden, erst damit sei sie rechtlich anhängig.

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