Grundig In Wien gehen die Lichter aus

Die Rettungsversuche für das Werk in Österreich sind endgültig gescheitert. Die Produktion wird nicht wieder aufgenommen.

Wien - Am Montagabend beschlossen die Gläubiger des angeschlagenen Grundig-Konzerns im Zuge des Insolvenzverfahrens, die Fertigung in der österreichischen Hauptstadt einzustellen. Zur Begründung hieß es, vom deutschen Mutterkonzern gebe es keine Aufträge mehr.

Im Wiener Werk war die Produktion bereits seit dem seit 10. April weitestgehend zurückgefahren worden. Die Hoffnung auf einen Investor, der ungeachtet der Finanzprobleme die Anlagen übernimmt, erfüllte sich nicht. Die verbliebenen 900 Mitarbeiter würden an diesem Dienstag über die ihnen zur Verfügung stehenden Rechtsmittel informiert, heißt es.

Anfang Mai wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Der Schuldenstand wird mit 160 Millionen Euro angegeben. Unklar war zunächst, was mit der in Auftrag gegebenen Produktion geschieht. Wie die österreichischen Nachrichtenagentur APA berichtet, wartet ein Auftraggeber auf 73.000 bestellte TV-Geräte.

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