Schering Der optische Effekt stört

Konzernchef Hubertus Erlen hat keine Angst vor einem starken Euro oder fallenden US-Preisen.

Frankfurt - Beim Pharmakonzern Schering  übt man sich in Gelassenheit. "Unter allen realistischen Szenarien bleibt der amerikanische Pharmamarkt attraktiv und deshalb unsere oberste Priorität", sagte Schering-Chef Hubertus Erlen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs hatten sich die Befürchtungen über ein Absinken des Preisniveaus für Medikamente in den USA zuletzt gehäuft.

Auch beim Euro wittert Erlen noch keine Gefahr. Obwohl im jüngsten Quartal Währungseffekte den Umsatz hatten schwinden lassen, sieht er die momentane Stärke der europäischen Gemeinschaftswährung nicht als ein Bedrohung. Am ehesten störe ihn der optische Effekt, weil Schering dadurch als weniger wachstumsstarkes Unternehmen erscheine, so Erlen in der "FAZ"-Freitagausgabe. Bei Schering fallen nicht nur ein Großteil der Umsätze in Dollar an, sondern auch ein Großteil der Kosten zum Beispiel für Marketing, Vertrieb und Forschung.

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