Porsche Produktion im Rückwärtsgang

Die schwache Konjunktur geht auch an Porsche nicht spurlos vorbei. Weil sich 911er und Boxster nur schleppend verkaufen, verlängert der Konzern die Werksferien in der Zuffenhausener Fabrik.

Hamburg - "Die Werksferien werden um eine Woche auf die Zeit vom 14. Juni bis zum 22. August ausgedehnt", sagte ein Porsche-Sprecher gegenüber manager-magazin.de und bestätigte damit einen Bericht der "Börsen-Zeitung". Als Grund für die Maßnahme nannte er die schwache Sportwagen-Nachfrage in den wichtigsten Porsche-Märkten USA und Deutschland.

Allein im April verzeichnete Porsche  in Nordamerika bei den Modellen 911 und Boxster, die zum Großteil in Zuffenhausen produziert werden, einen Einbruch von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Aus diesem Grund hatte das Unternehmen bereits in der Zeit um Ostern außerplanmäßig die Produktion zurückgefahren.

Noch Mitte März hatte Porsche möglichen Kapazitätskürzungen eine Absage erteilt. Damals hieß es, dass zu Zwecken der besseren Auslastung des Zuffenhausener Werkes Teile der Boxster-Produktion aus Finnland abgezogen werden sollten. Porsche bestritt damals derartige Pläne.

Keine weiteren Einschnitte im Personalbereich

Der Sprecher betonte, dass es sich bei den Kapazitätskorrekturen nicht um Kurzarbeit handele. Auch weitere Einschnitte im Personalbereich ständen derzeit nicht auf der Agenda. Vielmehr würden die Mitarbeiter vorhandene Überstunden aus den vergangenen Jahren abbauen.

Im Gegensatz zu den Sportwagen verkauft sich der Cayenne weiterhin gut. Dass Porsche in Nordamerika insgesamt zulegen konnte, liegt vor allem an dem in Leipzig hergestellten Geländewagen, der die Schwäche bei den anderen Modellen überdeckt. Nach Porsche-Angaben ist bereits eine volle Jahresproduktion von 25.000 Fahrzeugen verkauft.

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