Olympia 2012 Favorit Hamburg nur auf Platz zwei

Leipzig und Rostock sind die deutschen Bewerberstädte für die Olympischen Sommerspiele 2012.

München - "Irrsinn, es ist ein grandioser Tag für Deutschland, ein großer Tag für den deutschen Sport", jubelte Leipzigs Oberbürgermeister Wofgang Tiefensee. Im vierten und letzten Wahldurchgang setzte sich Leipzig mit 81:51 Stimmen gegen die noch verbliebene Bewerberstadt Hamburg durch und wurde vom Nationalen Olympischen Komitee (NOK) am Samstag in München zum deutschen Kandidaten für die Olympischen Sommerspiele 2012 gekürt. Die sächsische Stadt lag im Kampf gegen die vier Konkurrenten Hamburg, Düsseldorf Rhein-Ruhr, Frankfurt/Main und Stuttgart in allen vier Wahlgängen klar vorn.

Das Ergebnis verkündete Bundeskanzler Gerhard Schröder im Beisein des für den Sport zuständigen Bundesinnenministers Otto Schily. Im ersten Durchgang scheiterte Stuttgart mit 15 Stimmen, danach Frankfurt/Main (16), dann Düsseldorf Rhein-Ruhr (35) und schließlich im Finale Hamburg. Nach dem ersten Durchgang waren die Stuttgarter Stimmen offenbar nach Düsseldorf gegangen, nach dem zweiten Durchgang die Frankfurter nach Hamburg und nach dem dritten die Düsseldorfer nach Leipzig.

Zum deutschen Segelort für die Spiele 2012 wurde Rostock gewählt. Gleich im ersten Wahlgang setzte sich die Stadt in Mecklenburg-Vorpommern mit der absoluten Mehrheit von 69 Stimmen (von 131) gegen die Mitbewerber Kiel, Cuxhaven, Lübeck und Stralsund durch. "Ich glaube, dass die beiden Städte zu Recht gewonnen haben. Ich bin mir sicher, dass auch das IOC von ihnen beeindruckt sein wird", sagte Gerhard Schröder.

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, bescheinigte Deutschland, Leipzig und Rostock eine gute Chance im internationalen Ausscheidungsrennen. "Auch andere kleine Städte haben Olympische Spiele gehabt wie beispielsweise Lillehammer und Helsinki", sagte der Belgier, "wir wollen den Gigantismus reduzieren."

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