Sal. Oppenheim "Wir leben nicht auf der Insel der Glückseligkeit"

Die Kölner Privatbank verbuchte im vergangenen Jahr beim Gewinn ein Minus von 36 Prozent.

Köln – Auch bei Sal. Oppenheim, eine der führenden Privatbanken Europas, hat sich die Krise auf den internationalen Finanzmärkten bemerkbar gemacht. Beim Jahresüberschuss vor Steuern sei ein deutliches Minus von mehr als 36 Prozent auf 60,8 Millionen Euro verzeichnet worden, teilte der Sprecher der Gesellschafter, Matthias Graf von Krockow, am Mittwoch bei der Bilanzvorlage in Köln mit. "Das Bankhaus Oppenheim lebt nicht auf der Insel der Glückseligkeit. Auch unser Geschäft hat gelitten", sagte von Krockow.

Es gab aber auch optimistische Töne zu hören. "Trotz der nach wie vor gedrückten Stimmung sehen wir zuversichtlich auf den weiteren Verlauf des Jahres", so von Krockow weiter. Sein Haus habe sich mit einer um 7,5 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro gesunkenen Bilanzsumme in einem "schwierigen und schwachen Marktumfeld" gut behauptet.

Für 2003 prognostizierte von Krockow einen Abschluss, der etwas über den letztjährigen Zahlen liegen werde. "In unserer Kernkompetenz Vermögensverwaltung sind wir sehr gut aufgestellt", gab sich der Banker selbstbewusst. Das verwaltete Kundenvermögen wurde auf rund 60 Milliarden Euro beziffert. Zum Jahresende 2002 hatte Sal. Oppenheim rund 1490 Beschäftigte, 50 Mitarbeiter weniger als im Vorjahr.

Reichste Deutsche: Alfred von Oppenheim Reichste Deutsche: Karin von Ullmann