Donnerstag, 19. September 2019

Angriff auf den Irak Chronik eines angekündigten Krieges

3. Teil: Irak akzeptiert Resolution 1441

10. Oktober 2002: Das Repräsentantenhaus in Washington verabschiedet mit großer Mehrheit eine Entschließung, die Bush freie Hand für ein militärisches Vorgehen gegen Irak gibt. Am 11. stimmt auch der Senat zu.

Von Bush übergangen: Der UN-Sicherheitsrat
5. November 2002: Bei den Zwischenwahlen zum US-Kongress gewinnt Bushs Republikanische Partei die Mehrheit in beiden Parlamentskammern.

8. November 2002: Der Uno-Sicherheitsrat verabschiedet einstimmig Resolution 1441, die Irak eine letzte Chance einräumt, seine Massenvernichtungswaffen zu zerstören. Andernfalls müsse Bagdad mit ernsthaften Konsequenzen rechnen.

13. November 2002: Irak akzeptiert die Uno-Resolution 1441 bedingungslos.

27. November 2002: Die Uno-Inspektoren setzen ihre Arbeit im Irak nach vierjähriger Unterbrechung fort. Die deutsche Bundesregierung gewährt den USA Überflug- und Transitrechte auch für den Kriegsfall. US-Anfragen nach regionalen Raketenabwehrsystemen, ABC-Abwehr, Militärpolizei und Hilfe beim Aufbau des Irak nach einem Krieg will sie nicht nachkommen.

4. Dezember 2002: Der irakische Vizepräsident Taha Jassin Ramadan wirft den UN-Inspektoren Spionage im Auftrag der USA und Israel vor.

5. Dezember 2002: Der US-Flugzeugträger "Harry S. Truman" läuft mit acht Begleitschiffen in Richtung Mittelmeer und Persischer Golf aus.

7. Dezember 2002: Irak legt der Uno einen 12.000 Seiten starken Bericht über seine Waffenprogramme vor.

Kompromisslos: US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld
11. Dezember 2002: Die USA drohen im Falle von Angriffen mit Massenvernichtungswaffen mit Gegenschlägen bis hin zur atomarer Vergeltung.

17. Dezember 2002: Die von den USA mit 92 Millionen Dollar unterstützte irakische Opposition einigt sich in London auf die Bildung eines gemeinsamen Führungsgremiums und eine Strategie für die Zeit nach einen Sturz Saddams.

19. Dezember 2002: Die USA werfen Irak einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Uno-Resolution 1441 vor, weil das Waffendossier Lücken aufweise.

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