Montag, 18. November 2019

Angriff auf den Irak Chronik eines angekündigten Krieges

2. Teil: Der 11. September 2001

17. Dezember 1998: Die USA und Großbritannien beginnen mehrtägige Luftangriffe gegen Irak. Die Waffenkontrollkommission UNMOVIC wird als UNSCOM-Nachfolgerin ins Leben gerufen.

Verwüstung, Schock und Angst: New York nach dem Anschlag vom 11. September
11. September 2001: Bei Terroranschlägen mit vier Passagierflugzeugen in New York und Washington werden mehr als 3.000 Menschen getötet. Die USA machen das islamisch-fundamentalistische Untergrundnetzwerk der El Kaida dafür verantwortlich.

12. Oktober 2001: US-Präsident George W. Bush erklärt, dass sich der Krieg gegen den Terrorismus nicht auf Afghanistan beschränke. Saddam Hussein bezeichnet er als "bösen Menschen".

12. Dezember 2001: Der außenpolitische Ausschuss des US-Repräsentantenhauses erklärt, dass von Irak eine wachsende Bedrohung für die Vereinigten Staaten ausgehe.

24. Januar 2002: Bush bezeichnet eine Militäraktion der USA gegen Irak als eine mögliche Option.

30. Januar 2002: Bush bezeichnet Irak, Iran und Nordkorea als "Achse des Bösen" und wirft den Ländern vor, nach Massenvernichtungswaffen zu streben.

4. Februar 2002: Die irakische Regierung erklärt sich bereit, nach einjähriger Unterbrechung den Dialog mit den Vereinten Nationen wieder aufzunehmen.

7. März 2002: Irak und die Vereinten Nationen nehmen Gespräche über eine Rückkehr der UN-Waffeninspekteure auf.

DER SPIEGEL
26. August 2002: US-Vizepräsident Dick Cheney spricht sich für einen möglichst baldige Entmachtung von Saddam Hussein aus. Bundeskanzler Gerhard Schröder kritisiert dies als einen Strategiewechsel und spricht von einem Fehler.

12. September 2002: Bush drängt die Uno, die Abrüstungsresolutionen durchzusetzen, andernfalls werde ein Vorgehen gegen Irak unvermeidlich.

23. September 2002: Einen Tag nach seinem Wahlsieg betont Bundeskanzler Schröder, dass die Regierung an der Ablehnung eines Irak-Krieges festhält. US-Präsident George W. Bush gratuliert ihm nicht zu seinem Wahlsieg.

24. September 2002: Die irakische Regierung bietet den Uno-Inspektoren uneingeschränkten Zugang an, um ein britisches Dossier über den Besitz verbotener Waffen zu widerlegen.

1. Oktober 2002: Die irakische Regierung und die Vereinten Nationen vereinbaren in Wien die Wiederaufnahme von Rüstungsinspektionen.

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