Deutsche Bahn Spekulationen zurückgewiesen

Plant Japan Rail den Einstieg? Bahnchef Mehdorn nennt die Medienberichte "frei erfunden".

Frankfurt am Main - Bahnchef Hartmut Mehdorn hat einen Magazinbericht über ein angebliches Interesse von Japan Rail an einem Einstieg bei der Deutschen Bahn am Sonntag als falsch zurückgewiesen. "Das ist frei erfunden", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters auf Anfrage.

Der "Focus" hatte vorab ohne Quellenangabe berichtet, eine Eisenbahngesellschaft der Japan Rail wolle sich mit 25 Prozent an der Deutschen Bahn beteiligen. Mehdorn forciere eine solche Beteiligung. Voraussetzung sei allerdings ein 20-Jahres-Vertrag über Bundeszahlungen an die Deutsche Bahn, an dem das Bundesverkehrsministerium, das Finanz- sowie das Wirtschaftsministerium bereits arbeiteten.

Die Bahn, die für 2005 einen Börsengang anstrebt, schreibt derzeit tiefrote Zahlen. 2002 fuhr das Unternehmen einen Betriebsverlust nach Zinsen von 493 Millionen Euro ein, nach einem Minus von gut 200 Millionen Euro im Jahr davor. Der Umsatz belief sich auf 15,8 Milliarden Euro (plus 0,2 Prozent).

Zu Jahresbeginn 2003 habe sich der Konzern angesichts der allgemeinen Konjunkturflaute aber ordentlich geschlagen, berichtete Mehdorn jüngst. Auf vergleichbarer Basis habe der Umsatz in den ersten beiden Monaten um etwa ein Prozent zum Vorjahreszeitraum zugelegt. Der Betriebsverlust solle in diesem Jahr auf rund 200 Millionen Euro sinken. Für das Jahr 2004 rechnet die Bahn dann wieder mit schwarzen Zahlen und geht von einem Betriebsgewinn in Höhe von 400 Millionen Euro aus.

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