Ford Produktion drastisch gedrosselt

"Die Zeiten sind unsicher", heißt es bei Ford. Als Konsequenz reduziert der Konzern seine Quartalsproduktion um rekordverdächtige 17 Prozent.

Dearborn - Im vergangenen Jahr heizten Amerikas Autohersteller mit günstigen Finanzierungen den Konsumrausch an, jetzt setzt der schmerzhafte Kater ein. Nach General Motors  fährt nun auch Ford  die Produktion drastisch herunter.

An der New Yorker Börse gab die Aktie des zweitgrößten US-Autokonzerns am frühen Nachmittag um 1,2 Prozent nach, während der Dow Jones gleichzeitig im Plus notierte. Die jüngste Änderung der Produktionspläne, von Ford am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt gegeben, kam bei den Händlern offenbar schlecht an.

Nachdem bereits Branchenprimus General Motors eine Senkung der Produktion um elf Prozent beschlossen hatte, zog Ford nach. Der Konzern aus Dearborn beschloss sogar, seine Produktion im laufenden Quartal um 17 Prozent herunterzufahren. Die Lagerbestände seien noch hoch, teilte Ford zur Begründung mit.

Ford: "Zeiten der Unsicherheit"

Insgesamt will Ford im Quartal 968.000 Wagen herstellen, nach 1,18 Millionen im Vorjahresquartal. Die Produktion soll auch verglichen mit dem ersten Quartal des laufenden Jahres weiter sinken - von Januar bis März stellte der Konzern gut eine Million Fahrzeuge her.

Ford-Sprecher George Pipas sprach von "Zeiten der Unsicherheit". Die nächsten würden entscheidend dafür sein, ob Ford von seinen Zielen für das Gesamtjahr 2003 abrücken müsse oder nicht. Immerhin scheint Ford unter der Absatzkrise bisher weniger zu leiden als Konkurrent GM. Der hatte im Februar einen Rückgang des Autoverkaufs um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr gemeldet, Ford konnte seine Verkaufszahlen aus dem Vorjahresmonat halten.

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