Autoindustrie "Wenig oder gar keinen Einfluss"

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die transatlantischen Misstöne zwischen Deutschland und den USA beeinflussen amerikanische Autokäufer kaum.

Detroit – politische Eiszeit zwischen der Bundesrepublik und den USA beeinträchtigt das Geschäft der deutschen Autobauer in Amerika nur leicht. Eine Umfrage der US-Fachzeitung "Automotive News" hat ergeben, dass lediglich 4,1 Prozent der 1551 Befragten, die in den kommenden 18 Monaten ein Auto kaufen wollen, die deutsche Haltung gegen den Irak-Krieg als Grund dafür nannten, dass sie keine Mercedes oder BMW kaufen würden.

12,4 Prozent gaben ihre Unterstützung von US-Firmen als Begründung dafür an, dass sie keine deutschen Autos haben wollen. 11,9 Prozent der Befragten halten deutsche Autos für zu teuer, 6 Prozent sind nicht mit den Marken vertraut und 2,6 Prozent nannten schlechtes Styling.

"Die deutsche Opposition gegen einen möglichen Irak-Krieg hat sehr wenig oder gar keinen Einfluss auf die Bereitschaft der Amerikaner, deutsche Fahrzeuge zu kaufen", erklärte Rick Kenney, Vizepräsident der Dohring Co., die an der Befragung beteiligt war. Er habe keine einzige Umfrage gesehen, in der sich Leute wegen eines Kriegs gegen den Kauf einer bestimmten Automarke sträubten.

Deutsche Automanager brauchen sich nach Darstellung von "Automotive News" deshalb nicht zu sorgen, dass die deutsche Regierungshaltung gegen einen Irak-Krieg die Amerikaner zu einem Boykott ihrer Autos veranlassen würde.

Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.