Mittwoch, 17. Juli 2019

Deutsche Bank 1,5 Milliarden von den eigenen Leuten

Nach knapp drei Monaten steht das Buy-out bei DB Capital Partners offenbar vor dem Abschluss. Ted Virtue und Graham Clempson verlassen nach dem Deal die Deutsche Bank.

Frankfurt – Das bereits im November 2002 von der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen angekündigte Management-Buy-out bei der Tochter DB Capital Partners steht offenbar kurz vor dem Abschluss. Wie das "Handelsblatt" am Freitag berichtet, könnte der Vertrag mit den beiden Top-Bankern Ted Virtue und Graham Clempson bereits am Dienstag unterzeichnet werden. Die in dem Bericht als Preis für das Beteiligungs-Portfolio genannten 1,5 Milliarden Euro überraschen nicht. Exakt diese Summe hatte Deutsche-Bank-Sprecher Roland Weichert bereits im November gegenüber manager-magazin.de bestätigt.

Mit dem Vollzug des Buy-outs würden Clemspon und Virtue, noch Global Head für den Bereich Corporate Investments, aus der Führung der Deutschen Bank ausscheiden.

C&A-Familie als Geldgeber

Auf Nachfrage von manager-magazin.de wollte ein Konzernsprecher der Deutschen Bank am Freitag den Bericht nicht kommentieren und verwies auf die Bilanz-PK vom 7. Februar dieses Jahres. Dort hatte Konzernchef Josef Ackermann bereits mitgeteilt, dass sich die Verhandlungen über den Verkauf wesentlicher Beteiligungen in einem "fortgeschrittenen Stadium" befinden.

Die größten Positionen im DB-Capital-Portfolio sind der Tourismus-Konzern Center Parcs und der Gebäckproduzent United Biscuits. Als Finanziers sollen die niederländische NIB, die Beteiligungsgesellschaft Harbour-Vest und die Familie Brenninkmeyer (C&A) hinter Virtue und Clempson stehen.

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