Beamte Sparsame Staatsdiener

Die Beamten treten die Flucht nach vorne an. Beamtenbundchef Geyer legt umfangreiche Vorschläge zur Kostensenkung vor.

Berlin/Frankfurt - Der Deutsche Beamtenbund (DBB) will die anhaltende Besoldungsdiskussion mit einem eigenen Sparangebot beenden. Wie Verbandschef Erhard Geyer gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte, soll das als Weihnachtsgeld bezeichnete 13. Monatsgehalt auf die zwölf Grundgehälter verteilt und dabei mit einem gewissen Abschlag versehen werden.

Geyer nahm für den Vorschlag das Vorbild des Bundestages und einiger Landtage in Anspruch, in denen gleichfalls die 13. Gehaltszahlung der Abgeordneten aufgegeben und auf die zwölf Monatsgehälter verteilt worden sei.

Weiter schlug Geyer vor, das Urlaubsgeld für die Staatsdiener zu streichen, damit die eingesparte Summe von den Ländern genutzt werde, um besondere regionale oder Leistungszulagen zahlen zu können. Der Vorstand des Beamtenbunds habe die Vorschläge einstimmig unterstützt, hieß es.

Die Gesamtsumme eines von Bund und Ländern vollkommen gestrichenen 13. Monatsgehalts erreichte einen Betrag von knapp neun Milliarden Euro. Bei einer Senkung auf 70 Prozent von derzeit 86,3 Prozent ergäbe sich hingegen ein Sparvolumen für Bund und Länder von insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro im Jahr.

Für die Finanzminister des Bundes und der Länder ergäbe sich durch die Initiative des Beamtenbundes der Vorteil, dass die Änderungen des Besoldungsrechts schnell wirksam würden.

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