Lufthansa Tarifverhandlungen gescheitert

Konzern und Gewerkschaft können sich im Tarifkonflikt nicht einigen. Ver.di lehnt das Lufthansa-Angebot als zu gering ab. Nun müssen sich die Parteien auf einen Schlichter verständigen.

Frankfurt/Main – Der Tarifstreit bei der Lufthansa  geht in die nächste Runde. Die Verhandlungen für das Bord- und Bodenpersonal sind nach Angabe des Konzerns am frühen Mittwochabend in der fünften Runde gescheitert.

Nun soll ein Schlichtungsverfahren die Lösung bringen. Einen Termin dafür gebe es aber noch nicht, erklärten Lufthansa und die Gewerkschaft Ver.di. Zunächst müsse man sich auf einen Schlichter einigen. Nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers hat Ver.di zugesagt, die Friedenspflicht einzuhalten.

Zuvor hatten die Tarifparteien zwei Tage lang über ein neues Angebot der Lufthansa für die rund 52.000 Beschäftigten des Boden- und Kabinenpersonals verhandelt. Ver.di-Verhandlungsführer Jan Kahmann sagte, die Tarifkommission habe die Nachbesserungen der Lufthansa als "deutlich nicht ausreichend" abgelehnt. Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer sagte, es sei "ein sehr gutes Angebot" gemacht worden.

Die Offerte sah Entgelterhöhungen von 2,9 Prozent rückwirkend zum 1. Januar und von weiteren 1,8 Prozent ab 1. Dezember 2003 vor, außerdem eine Ergebnisbeteiligung in Höhe von 1,6 Prozent der Jahresvergütung und eine Einmalzahlung von 230 Euro.

Ver.di hatte ursprünglich neun Prozent höhere Bezüge gefordert und dies auch mit den zweistelligen Gehaltssteigerungen bei den Lufthansa-Piloten begründet. Die vierte Verhandlungsrunde war am 14. Januar ergebnislos abgebrochen worden. Zwei Tage später hatten Warnstreiks auf acht deutschen Flughäfen den Flugverkehr erheblich gestört.

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