Bankgesellschaft Wieviel ist die Bank wert?

Die Investorengruppe BGB Capital legt ihr Angebot für das angeschlagene Institut vor.

Berlin - Christopher Flowers und David Bonderman wollen die Bankgesellschaft Berlin  immer noch kaufen - die Frage ist nur, zu welchem Preis.

Vor einigen Tagen hatten die beiden Verantwortlichen der US-Investorengruppe BGB Capital Partners dem Berliner Senat vorgeworfen hatten, aufgrund seiner Verschleppungstaktik an einem sinkenden Preis selbst schuld zu sein. Am morgigen Donnerstag wird sich zeigen, wie niedrig das Angebot tatsächlich ausfällt.

Im Laufe des Tages soll das Angebot des letzten verbliebenen Kaufinteressenten für das angeschlagene Finanzinstitut vorgelegt werden.

Abgabefrist fast bis zum letzten Tag ausgereizt

Dies verlautete aus Unternehmenskreisen. Zur Höhe des gebotenen Kaufpreises wurden keine Angaben gemacht. Interessant dürfte aber neben dem Preis auch sein, für welche möglichen Forderungen der Bankkunden in Zukunft das Land Berlin aufkommen muss. Dieser Passus im Kaufvertrag könnte ebenso wie der gebotene Preis noch zu Nachverhandlungen führen.

Die Gruppe um die Investoren Flowers und Bonderman ist nach dem Ausstieg des US- Immobilienfonds Lone Star der letzte verbliebene Bieter für den mehrheitlich landeseigenen Finanzkonzern.

Die Amerikaner nutzen die Frist zur Abgabe des Angebots fast vollständig aus. Letzte Gelegenheit dafür wäre am Freitag.

Schlussstrich nach anderthalb Jahren Verhandlung?

Die Entscheidung der US-Investoren war aber bereits erwartet worden, nachdem es am vergangenen Samstag nochmals ein Spitzengespräch zwischen dem Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) sowie Flowers und Bonderman gegeben hatte.

Die Verhandlungen über den Verkauf der Bankgesellschaft, die zu 81 Prozent dem Land Berlin gehört, dauern bereits seit mehr als eineinhalb Jahren.

Der 1994 gegründete Konzern mit Marken wie der Berliner Sparkasse, der Berliner Bank, der Weberbank und der Berlin Hyp war durch riskante Immobiliengeschäfte an den Rand der Pleite geraten. Vor dem Zusammenbruch konnte sie im Frühjahr nur durch neue staatliche Hilfen mit einer Risiko-Abschirmung über 21,6 Milliarden Euro gerettet werden.

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