World Economic Forum Kritik an Europa

Eine Davoser Schlussbilanz mit eindeutigen Seitenhieben. Forumsgründer Klaus Schwab beschwert sich vor allem über abwesende Politiker.

Davos – Mit einer überwiegend positiven Bilanz beendete der Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, das 33. Treffen der Eliten aus Politik und Wirtschaft. Dabei hob Schwab vor allem den Tagungsstandort Davos hervor

Die offene und kritische Auseinandersetzung unter dem Motto "Vertrauen schaffen", vor allem im Zusammenhang mit einem drohenden Irak-Krieg, hätte nach seiner Ansicht so nicht in den USA stattfinden können. Dieses Thema überschattete alle Diskussionsrunden und belastete auch die Beratungen über die ohnehin schwächelnde Weltkonjunktur.

Deutliche Worte fand Schwab hinsichtlich der Abwesenheit vieler Spitzenpolitiker. Der Forums-Gründer bedauerte, dass in diesem Jahr viele wichtige europäische Regierungsvertreter der Veranstaltung ferngeblieben waren. Aus Deutschland etwa war nicht ein Minister beim Treffen der über 2000 Führungskräfte. "Europa hat offenbar viel mit sich selbst zu tun", sagte Schwab.

Schwab kündigte an, dass die nächste Veranstaltung 2004 wieder in dem Schweizer Wintersportort stattfinden wird. Das Treffen war im Vorjahr nach New York verlegt worden, und Schwab schließt für 2005 nicht aus, dass er in ein anderes Land geht.

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