Dresdner Bank Auch in Hamburg wird gestrichen

Bei der Lateinamerika-Tochter fallen weitere 450 Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer.

Hamburg/Frankfurt - Die Dresdner Bank Lateinamerika will im kommenden Jahr ihre Geschäfte neu ausrichten und streicht nochmals 450 Arbeitsplätze. Davon entfallen gut 90 Stellen auf die Zentrale der Dresdner-Bank-Tochter in Hamburg, teilte das Institut am Freitag in der Hansestadt mit. Die restlichen 360 Arbeitsplätze fallen in Lateinamerika weg. Die Bank hatte bereits in einem ersten Programm zur Kostensenkung in diesem Jahr 240 Jobs gestrichen. Der Personalstand wird künftig bei 970 Mitarbeitern, davon 500 in Hamburg, liegen.

Unterdessen teilte die Dresdner Bank in Frankfurt mit, dass sie ihre Randbeteiligungen Allago und Dr. Lübke verkauft hat. Über finanzielle Einzelheiten wurde Stillschweigen vereinbart, hieß es.

"Unser Turnaround-Programm 2003 umfasst eine Vielzahl von Aufgaben. Mit dem Verkauf dieser beiden Unternehmen haben wir ein weiteres wichtiges Projekt erfolgreich abgeschlossen", sagte Dresdner-Bank-Chef Bernd Fahrholz.

Management Buy-out bei Dr. Lübke

Beim Immobilienunternehmen Dr. Lübke wurde mit den beiden Geschäftsführern, Morten Hahn und Ulrich Jacke, ein Vertrag zum Management Buy-out unterzeichnet. Beide erwarben je 50 Prozent der Anteile. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch Mitarbeiter die Möglichkeit einer Beteiligung erhalten.

Die nicht börsennotierte Allago AG wird zum 1. Januar 2003 mehrheitlich von der Arp Datacon GmbH übernommen. Allago ist ein Online-Handelshaus im Bereich Informationstechnologie und Bürobedarf, sowie Einkaufs- und Servicepartner für kleine und mittelständische Unternehmen.

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