Bayer Einigung in den USA

Der Pharmakonzern einigt sich im US-Rabattstreit. Nun sind hohe Rückstellungen fällig.

Leverkusen - Der Pharmakonzern Bayer hat sich mit der Staatsanwaltschaft des US-Bundesstaates Massachusetts über einen Vergleich geeinigt. Man habe sich im Streit um Preisrabatte für Medikamente geeinigt und für den Vergleich Rückstellungen in Höhe von 257,2 Millionen US-Dollar gebildet, teilte Bayer am Freitag mit.

Die Staatsanwaltschaft von Massachusetts hatte gegen Bayers US-Tochter Bayer Corporation Mitte des Jahres eine straf- und zivilrechtliche Untersuchung eingeleitet. Damit sollte geklärt werden, ob die Bayer Corporation zwischen den Jahren 1995 und 2000 Regierungsbehörden und anderen öffentlichen Institutionen in Rahmen staatlicher Gesundheitsbeihilfeprogramme (unter anderem "Medicaid") möglicherweise nicht die jeweils günstigsten Preise und besten Rabatte eingeräumt hat. Die endgültigen Bedingungen des Vergleichs werden nach Angaben von Bayer noch verhandelt.

Medicaid: Zum günstigsten Preis verpflichtet

Unternehmen, die an dem Medicaid-Programm teilnahmen, sind verpflichtet, die jeweils besten Rabatte zu geben. Im Gegenzug übnernimmt der Staat sämtliche Kosten für die Medikamente. Der Hildsfonds "Medicaid" unterstützt gering verdienende US-Bürger und Behinderte bei Aufwendungen für Medikamente und Behandlungen. Im Jahr 2001 wurden aus dem Programm 24,6 Milliarden Dollar für verschreibunsgpflichtige Medikamente gezahlt.