KPMG Auch Bearing Point streicht Jobs

Der Wirtschaftsprüfer stellt sich in Deutschland auf einen größeren Stellenabbau ein.

Berlin - Firmensprecherin Marita Reuter bestätigte am Donnerstag, dass es rund 300 Entlassungen geben könnte. Konkrete Beschlüsse seien aber noch nicht gefallen. Kommende Woche will sich der Aufsichtsrat mit dem Thema beschäftigen. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" stehen bis zu 700 Stellen auf dem Spiel. Derzeit hat KPMG in Deutschland etwa 7000 Beschäftigte.

Begründet wurde der geplante Stellenabbau mit dem "nicht erfolgten Konjunkturaufschwung". Die anhaltende Verunsicherung bei vielen Unternehmen bleibe auch nicht ohne Auswirkungen auf Dienstleister wie Berater und Prüfer.

"Auf diese Entwicklung müssen wir uns rechtzeitig einstellen, wobei Maßnahmen im Personalbereich nicht ausgeschlossen werden können", sagte Reuter. Im vergangenen Jahr hatte KPMG noch einen Rekordumsatz von 1,5 Milliarden Euro ausgewiesen.

Auch bei der ehemaligen Consulting-Sparte der Wirtschaftsprüfer, dem mittlerweile selbstständigen Unternehmen Bearing Point, wird es zu Entlassungen kommen. Hier würden voraussichtlich 700 von derzeit rund 3000 Stellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz abgebaut, sagte Europa-Chef Peter Melcher der "Financial Times Deutschland". Die Consulting-Firma ist erst seit einem halben Jahr selbstständig.

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