Deutsche Bank Neues US-Hauptquartier bezogen

Umzugskostenzuschuss von der Stadt New York - die Deutsche Bank zieht an die Wall Street.

New York - Die Deutsche Bank  verlegt ihr amerikanisches Hauptquartier mit rund 5500 Mitarbeitern an die Wall Street. Die derzeitige US-Zentrale befindet sich in Midtown-Manhattan an der 52. Straße.

New Yorks Oberbürgermeister Michael Bloomberg und der New Yorker Gouverneur George E. Pataki nannten die Verlegung in ein Bürohochhaus an der Wall Street einen Beweis dafür, dass "Downtown Manhattan", die Finanzmetropole der Welt bleibe.

Die Deutsche Bank habe sich als wichtige Kraft in New York etabliert, vor allem in den Kapitalmärkten und in der Vermögensverwaltung, wo sie einer der Branchenführer sei. Dies erklärte Josef Ackermann, der Chef der deutschen Großbank, anlässlich des Umzugs. Der Ausbau der Marktanteile bleibe ein strategisches Schlüsselziel für die Bank.

6500 Arbeitsplätze für zehn Jahre sichern

Die Deutsche Bank erhält im Rahmen staatlicher Förderungsprogramme zum Erhalt und der Schaffung von Arbeitsplätzen im New Yorker Finanzbezirk nach der Zerstörung des World Trade Center Subventionen. Sie hat sich dafür allerdings verpflichtet, zehn Jahre lang mindestens 6500 Arbeitsplätze in New York zu belassen, 5550 davon im südlichen Manhattan. Der größte Teil davon befindet sich in der neuen Amerika-Zentrale mit der Hausnummer 60.

Die Bank hatte das 144.000 Quadratmeter große Gebäude im vergangenen Jahr von der J.P. Morgan Chase für 610 Millionen Dollar erworben. Der Kauf war bereits vor dem 11. September eingefädelt worden. Die Deutsche Bank war auch nach den Terror-Anschlägen nicht vom Kaufvertrag zurückgetreten.

Das Gebäude wurde während der Renovierung stufenweise besetzt. Die Deutsche Bank hatte vor den Terroranschlägen Büros im zerstörten Gebäude 4 des World Trade Center und in einem anderen schwer beschädigten Bürogebäude im New Yorker Finanzbezirk.

500.000 Euro für New Yorks Olympiabewerbung

Im Sommer hatte das partnerschaftliche Verhältnis des deutschen Branchenprimus zur Stadt New York in einem anderen Zusammenhang für Kopfschütteln gesorgt. Nachdem bekannt geworden war, dass die Deutsche Bank die Olympia-Bewerbung New Yorks mit 500.000 Euro unterstützt hat, witterten viele Sportfunktionäre "Landesverrat". "Alles ein Missverständnis", hatte ein Bank-Sprecher die Gemüter zu beruhigen versucht. Man werde den deutschen Bewerber genau so unterstützen wie New York, das sich in den USA bereits durchgesetzt hat. Man habe eine "Neutralitätspflicht".

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