Commerzbank Streichliste aus London

Mehmet Dalman, Chef des Investmentbankings, hat eine Streichliste für Frankfurt präsentiert.

Frankfurt - Im Vorstand der Commerzbank  herrschen einem Zeitungsbericht zufolge unterschiedliche Auffassungen über den angekündigten Stellenabbau im Investmentbanking.

Das für diese Sparte zuständige Vorstandsmitglied Mehmet Dalman wolle offenbar den Stellenabbau auf Frankfurt konzentrieren und dort allein rund 100 Arbeitsplätze streichen, schreibt die "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) unter Berufung auf Bankkreise.

Ein Pressesprecher habe dies weder bestätigt noch dementiert, aber gesagt: "Wenn das stimmt, entspräche das nicht dem, was Klaus-Peter Müller auf der Herbst-Pressekonferenz gesagt hat." Damals hatte der Vorstandsvorsitzende mitgeteilt, dass die Investmentbanking-Aktivitäten in New York, Tokio, Singapur und Prag eingestellt beziehungsweise reduziert werden sollen, um sich auf die Bedürfnisse der deutschen und europäischen Firmenkunden konzentrieren zu können.

Die Frankfurter Personalabteilung habe aus London eine Liste mit rund 100 zu streichenden Arbeitsplätzen erhalten. Sie sei mit Dalman abgestimmt worden, hieß es. Die Personalabteilung habe den Plan umgehend abgeschmettert, so dass der Vorstand nun erneut über die Umsetzung des Stellenabbaus diskutieren müsse. Dann könnte es einen Machtkampf zwischen Dalman und dem Rest des Vorstandes geben.

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