Heidelberger Druck Protest im Norden

800 Mitarbeiter des Werks in Kiel wehren sich gegen die Verlagerung ihrer Jobs in die USA.

Kiel - Bei dem von massiven Stellenstreichungen betroffenen Werk der Heidelberger Druckmaschinen AG  in Kiel sind die Fronten zwischen Vorstand und Betriebsrat weiter verhärtet. Während die Firmenleitung aus Kostengründen auf der Verlagerung der Produktion in die USA besteht und rund 770 Stellen streichen will, sieht der Betriebsrat noch Möglichkeiten zur Erhaltung von Arbeitsplätzen. Das zeichnete sich am Freitagmorgen zu Beginn einer Betriebsversammlung der Mitarbeiter im Kieler Werk ab.

Zu einer öffentlichen Kundgebung im Anschluss an die Versammlung hatte unter dem Motto "Kiel steht auf" die IG Metall ein Aktionsbündnis aus Kieler Kommunalpolitikern, Sportlern und Mitarbeitern anderer Firmen zur Demonstration aufgerufen. Dazu hatten die Organisatoren außer den Fußballern von Holstein Kiel und den Lehrlingen der Kieler Werft HDW auch den schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) und den Kieler Oberbürgermeister Norbert Gansel (SPD) eingeladen.

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