DaimlerChrysler Neuer "Colt" im Halfter

Der Partner Mitsubishi kehrt in die Gewinnzone zurück. Hoffnungsträger ist der Kleinwagen "Colt".

Tokio - Mitsubishi Motors ist im ersten Geschäftshalbjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der schwächere Yen, Kostensenkungen und solide Auslandsabsätze hätten die rückläufige Inlandsnachfrage wettgemacht, teilte Mitsubishi mit.

Japans viertgrößter Autohersteller, der zu 37 Prozent DaimlerChrysler gehört, gab für den Zeitraum von April bis September einen Nettogewinn von 6,64 Milliarden Yen (rund 55 Millionen Euro) bekannt.

Für den Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 31,5 Milliarden Yen verbucht. Der operative Gewinn belief sich in der Berichtsperiode auf 23,48 Milliarden Yen nach einem Minus von 13,06 Milliarden Yen vor Jahresfrist. Die Umsätze stiegen um 5,6 Prozent auf 1,62 Billionen Yen.

Große Hoffnungen ruhen dabei auf dem neuen Kleinwagen "Colt", der an die Erfolge des gleichnamigen Modells, das in den 60er Jahren eingeführt wurde, anknüpfen soll.

Bestätigung für Eckrodts Strategie

Er wird in diesen Tagen auf dem japanischen Markt eingeführt. Von dem Erfolg des Autos wird auch die Leistung des Mitsubishi-Chefs Rolf Eckrodt gemessen. Der kam Ende 2000 aus der Stuttgarter Konzernzentrale nach Japan – und konnte die Unternehmensbilanz seitdem nachhaltig verbessern.

Doch für die positive Entwicklung der Zahlen gibt es noch einen weiteren Grund: Die exportorientierten japanischen Autohersteller profitieren von niedrigen Yen-Kursen. Verliert die japanische Währung zum Dollar an Wert, können Japans Exporteure ihre Waren im internationalen Handel ohne Margeneinbußen günstiger anbieten als die Konkurrenz.

Mitsubishi geht von einer anhaltend starken Geschäftsentwicklung im wichtigen US-Markt aus und rechnet zugleich mit einer Trendwende zum Positiven auf dem heimischen Markt. Das Unternehmen rechnet daher nach eigenen Angaben damit, dass sich im Gesamtjahr 2002/2003 (per Ende März) der Nettogewinn auf 38 Milliarden Yen mehr als verdreifacht. Den operativen Gewinn erwarten die Japaner mit 77 Milliarden Yen.

Null-Dividende geplant

Eine Dividende will der zu 37,3 Prozent zu DaimlerChrysler gehörende Autobauer jedoch nicht zahlen. Mitsubishis Aktie fiel in Tokio um 0,4 Prozent auf 230 Yen. Um wieder profitabel zu werden, streicht der Autobauer Arbeitsplätze und senkt die Materialkosten.

Eckrodt kündigte für den Zeitraum zwischen 2002 und 2007 für den europäischen Markt 14 und für Japan 15 neue Modelle an. Für Nordamerika sind 12 und in Asien und anderen Teilen der Welt weitere 12 neue Modelle geplant.

DaimlerChrysler: Next Generation in Nippon Rolf Eckrodt: Der erste Deutsche

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